Wagner Praline Kirschli

Eingelegte Kirsche, umhüllt von fester Schokoladentrüffelmasse, überzogen mit Vollmilchschokolade, dekoriert mit rot gefärbter, weißer Schokolade. Eine alkoholhaltige Praline aus dem Hause Wagner.

Kaum jemand kennt sie nicht, die 20mm bis 25mm großen Früchte mit hell- bis dunkelroter Färbung, hohem Glanz und süßem bis saurem Geschmack. Die Rede ist von Kirschen. Schon Kinder im Vorschulalter lassen sich von der Aromenvielfalt dieses heimischen Obstes verzaubern. Zur Erntezeit sind frische Kirschen in jedem Supermarkt preisgünstig zu erwerben. Eingemacht im Glas gibt es sie während des ganzen Jahres, so wie auch Kirschmarmelade und Kirschsaft. Kirschen und daraus hergestellte Produkte sind – zumindest in europäischen Ländern – für jeden immer und überall in ausreichender Menge verfügbar. Aber es gab auch Zeiten, in denen das nicht der Fall war.

Das Sprichwort „mit jemandem ist nicht gut Kirschen essen“ geht auf heutzutage nicht mehr gebräuchliche Sprichwörter aus dem Mittelalter zurück. Darunter „mit hohen Herren ist nicht gut Kirschen essen, sie spucken einem die Kerne ins Gesicht“ und „wer mit Herren Kirschen essen will, dem werfen sie die Stiele in die Augen“. Belegt wird dies zum Beispiel durch einen Textabschnitt in der Fabel „Von vier Tieren die waren Gesellen“ aus der Sammlung „Der Edelstein“, die um das Jahr 1330 vom Dominikanermönch Ulrich Boner erstellt wurde.

Es beschicht noch (und ist ouch recht),
So sich gelichen wil der knecht
Dem herren, dur sin tumben mut,
Der schadgot sich; und ist nicht gut
Mit herren kriesin essen.
Si hant sich des vermessen,
Der sich da nicht huten wil,
Sie werfen im der kriesin stil
In dü ougen; das gelob mir,

Kirschen waren im Mittelalter rar und teuer. Nur wohlhabende Menschen, beispielsweise jene mit einem eigenen Garten, konnten diese köstlichen Früchte genießen. Und so muss wohl der ein oder andere ungebetene Zaungast, dem anzusehen war, dass er es nur auf die Kirschen abgesehen hat, mit Kirschstielen beworfen oder Kirschsteinen bespuckt worden sein.

Lucius Lucullus – ein römischer Senator und Feldherr – brachte die Kirsche im Jahre 62 v. Chr. von einem Feldzug aus dem Nordosten der Türkei mit nach Rom. Er betrachtete diese als eine seiner wertvollsten Kriegsbeuten und bemühte sich intensiv um eine Kultivierung in der Heimat. Die aromatischen Früchte wurden überall geschätzt weshalb sich die Kirsche bald über die Alpen hinweg in ganz Mitteleuropa verbreitete.

Im Römischen nannte man die Kirsche „cerasus“, abgeleitet vom iranisch-kurdischen Wort „keras“. Später entstand daraus im Althochdeutschen die Bezeichnung „kirsa“ und schließlich im Deutschen der Name „Kirsche“.

Die Wagner Praline Kirschli ist schon wegen ihres ungewöhnlichen Herstellungsverfahrens eine ganz besondere. Dieses erinnert ein wenig an Mutters Küche am Sonntag, wenn geröstete Weißbrotwürfel in Kartoffelklöße gedrückt werden. Die Pralinenmacher aus dem Hause Wagner fertigen zunächst aus einer festeren, gut gekühlten Trüffelmasse kleine Kugeln her. Dann wird in jede dieser Kugeln eine entsteinte Kirsche hineingedrückt und das dadurch entstandene Loch mit Trüffelmasse verschlossen. Ein erster Überzug aus Vollmilchschokolade versiegelt die Pralinenfüllung. Anschließend wird die Praline ein weiteres Mal mit edler Vollmilchschokolade überzogen sowie mit zwei Streifen rot gefärbter, weißer Schokolade dekoriert.

Beim Hineinbeißen in die Praline – in jenem Moment, in dem die Schokoladenhülle bricht – nimmt man zunächst ein sinnliches Knacken wahr. Dann folgt ein Erstaunen über den nicht zu weichen Biss und natürlichen Geschmack der Kirsche. Die feincremige Trüffelmasse besitzt eine unaufdringliche Alkoholnote. Alles zusammen – die Vollmilchschokolade, die Trüffelcreme und die Kirsche – erinnert während des Genießens stark an Schwarzwälder Kirschtorte. Und so ist sie auch ein idealer Begleiter zu einer Tasse Kaffee am Nachmittag.

Wagner Praline Kirschli / 20140908201104
Wagner Praline Kirschli / 20140908201104
Wagner Praline Kirschli / 20140908201544
Wagner Praline Kirschli / 20140908201544

Die Wagner Praline Kirschli enthält folgende Zutaten. Diese sind in absteigender Reihenfolge ihrer Zugabemenge aufgeführt. Allergene sind fettgedruckt.

Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kirschen 7%, Wasser, Milcheiweiß, Alkohol 2%, Butterreinfett, Milchzucker, Süßmolkepulver, Aroma, Emulgator Sojalecithine, Farbstoff echtes Karmin, natürliches Vanillearoma. Kann Bestandteile von Erdnüsse und weitere Schalenfrüchte enthalten.

Die Wagner Praline Kirschli besitzt folgende Nährwerte. Diese beziehen sich jeweils auf 100g.

Energie: 1998,6kJ/479,8kcal
Fett: 30g
davon gesättigte Fettsäuren: 18g
Kohlenhydrate: 43g
davon Zucker: 36g
Eiweiß: 5g
Salz: 0,08g

Die Wagner Praline Kirschli wird von der Wagner Pralinen GmbH hergestellt. Die Wagner Pralinen GmbH, mit Sitz im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel, ist ein deutsches Familienunternehmen, das im Jahr 1891 gegründet wurde.

Wagner Pralinen GmbH & Co. KG
Gutenbergring 3-5
25541 Brunsbüttel
Deutschland

Sie haben Appetit bekommen und möchten die Wagner Praline Kirschli selbst probieren? Dann besuchen Sie doch einfach den Internetladen der Confiserie Klein. Dort können Sie diese und viele weitere Pralinen bestellen. Sollte der Link nicht zur Praline sondern auf die Startseite des Internetladens der Confiserie Klein führen, liegt dies daran, dass die Praline momentan nicht verfügbar ist.

2 Antworten auf &‌#8222;Wagner Praline Kirschli&‌#8220;

  1. Ich kenne diese Praline von früher. War lange Zeit meine Lieblingspraline. Dann wurde irgendetwas verändert. Ich weiss nicht was. Nun ist sie zwar noch lecker. Meine Lieblingspraline ist sie aber nicht mehr.

    1. Ich kann nicht mehrgenau sagen wann, aber Wagner hat in der Tat vor einiger Zeit die Rezeptur verändert. Kirschwasser und Sahne sind nur nicht mehr enthalten. Möglicherweise ist dies der Grund für die von Ihnen wahrgenommene Geschmacksveränderung. Ich persönlich halte die Praline immer noch für sehr lecker. Allerdings finde ich es ebenfalls schade, dass die beiden genannten Zutaten herausgenommen bzw. ersetzt wurden. Deshalb gab es von mir auch „nur“ vier von fünf Sternen.

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